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Warum ein Interim Manager sich selbst überflüssig machen sollte!

Okt 2, 2020

 

 

* Sicherheit und Zugehörigkeit! *

 

Wie der Name schon sagt, ist ein Interim Manger ein Manager auf Zeit. Im idealen Fall handelt es sich dabei um das gemeinsame Verständnis. Es ist also beiden Parteien klar, dass es sich um einen gemeinsamen Weg, für ein gemeinsames Ziel, auf Zeit handelt. Nur wenn das der Fall ist, können die Vorteile eines Interim Manager voll genutzt werden. Der Interim Manger ist in dem Moment nur noch dem Erfolg verpflichtet und wird dabei nicht durch die Sicherung seines „Jobs“ behindert. Er kann sich also vollständig auf die Sache, auf das Wesentliche, konzentrieren, das eigene EGO, sowie der mit dem Job verbundene Status, spielen eine untergeordnete Rolle. Es wird bei der Frage was zu tun ist niemals darum gehen: wie beeinflussen meine Entscheidungen und mein Handeln meine Zukunft im Unternehmen? Zugegeben, es widerspricht dem Verständnis, das allgemein vorherrscht, nämlich dem Streben nach Sicherheit und Zugehörigkeit. Diesem Streben zu entkommen ist allerdings nur möglich, wenn das (Selbst-)Vertrauen des Interim Managers in die eigenen Fähigkeiten, sowie Möglichkeiten groß genug sind. Es erfordert die Bereitschaft ständig den Markt zu analysieren, um die Trends der Wirtschaft und des Marktes zu erkennen, sowie sich auf die daraus resultierenden Anforderungen einzustellen und flexibel anzupassen.

Auf dem Weg in die Selbständigkeit ist mir das Unverständnis für die Entscheidung und die damit verbundene vermeintliche Unsicherheit, sehr oft begegnet. Sicher ist dieser Weg auch nicht für jeden der richtige. Nur dem der bereit ist sich darauf einzulassen, dem werden sich die Chancen, die sich daraus ergeben, eröffnen. Eine Festanstellung und eine Selbstständigkeit sind zwei völlig unterschiedliche Konzepte, die nur bedingt miteinander vereinbar sind und sich daher meist weitgehend ausschließen.

 

* Chancen durch den Interim Manager! *

 

Hier zeigt sich aber auch eine der Chancen durch die Unabhängigkeit eines Interim Managers. Das Handeln richtet sich an der Aufgabe, sowie am Ziel aus und behält das Wesentliche im Fokus ohne sich um „Politik“ kümmern zu müssen.

Genau hier sehe ich auch einen der Gründe warum vieles nicht so läuft wie es laufen sollte. Oft sind die erforderlichen Handlungen oder Veränderungen den meisten Beteiligten bewusst, aus Selbstschutz und der Angst vor Repressalien oder nicht mehr dazuzugehören, werden sie nicht angegangen bzw. umgesetzt. Nur die wenigsten trauen sich aus ihrer „Deckung“ heraus. Wenn sie es dennoch tun, müssen sie mit erheblichen Schwierigkeiten mit Kollegen und Vorgesetzten rechnen.

In der Praxis heißt das nun, dass ein Interim Manager immer dann zum Einsatz kommen sollte, wenn Veränderungen gewünscht sind, die unpopuläre Entscheidungen erfordern oder sogar den Wegfall der eigentlichen Funktion oder Einheit. Dem Auftraggeber entstehen durch den Einsatz eines Interim Managers keine Verpflichtungen und Kosten durch langwierige Trennungsverfahren wie bei einem Festangestellten, da es so gut wie keine Kündigungsfristen und erstrecht keinen Kündigungsschutz gibt. Das Unternehmen kann nach Bedarf und temporär Fach- und Führungswissen einkaufen. Durch die schnelle Verfügbarkeit können bei unplanbaren auftretenden Vakanzen wichtige Projekte und das Tagesgeschäft ohne große Unterbrechung fortgeführt werden. Auch hier liegt einer der Vorteile des Interim Managers, dem nach einem Mandat meist wieder eine mehr oder weniger lange Phase der auftragsfreien Zeit entsteht, die für die Weiterbildung und die ständige Verbesserung seiner Dienstleistung genutzt werden muss. Die Möglichkeit der Regeneration in dieser Zeit gestattet dem Interim Manager ein höheres Tempo und eine höhere Arbeitsdichte, was ohne diese Phasen auf Dauer nur schwer darstellbar wäre.

Dieser Mehrwert der Dienstleistung und die ständige Anpassung der Qualifikation an die Marktbedingungen, sind neben dem unternehmerischen Risiko, wichtige Gründe für die scheinbar höheren Kosten eines Interim Manager gegenüber einem Festangestellten.

 

* Für einen Mitarbeiter nicht möglich! *

 

Beim Interim Management geht es neben der Überbrückung einer Vakanz, um die konkrete Umsetzung eines für das Unternehmen nutzbringenden und wichtigen Ziels oder Ziele, ohne sich, wie bereits erwähnt, langfristig aneinander zu binden. Im Vergleich zur Beratung geht es um die tatsächliche Umsetzung von Vorhaben mit entsprechendem Mehrwert, anstatt dem reinen Aufzeigen von Potenzialen. In den meisten Fällen liegt fehlende Umsetzung allerdings nicht an dem fehlenden Wissen im Unternehmen, sondern an der Umsetzungskompetenz. Die fehlende Umsetzung kann aber auch andere Ursachen haben. Tiefgreifende Veränderungen zu realisieren erfordert oft einen hohen Kraftaufwand, der von den angestellten Mitarbeitern theoretisch ebenfalls geleistet werden kann. Da dies von ihnen aber dauerhaft nicht durchzuhalten und damit nicht zu leisten ist, sind sie gezwungen ihr Arbeitspensum soweit anpassen, bis es für sie über einen längeren Zeitraum von vielen Jahren durchhaltbar ist. Dem Mitarbeiter bleibt so oft keine andere Wahl, als Missstände im gewissen Umfang zu akzeptieren, um seine Arbeitskraft zu erhalten und Schaden von sich abzuwenden.

Für wen kommt also Interim Management in Frage? Eigentlich für jedes Unternehmen, das temporäre Aufgaben oder Zielstellungen hat, die es nicht im gewünschten Maß von internen Mitarbeitern aus den verschiedensten Gründen realisieren kann.

Interim Management kann die Unternehmen in dieser schnelllebigen Zeit mit ihren rasant zunehmenden Veränderungen dabei unterstützen, den stetig anspruchsvollen Herausforderungen gerecht zu werden und seine Innovationen voranzutreiben. Letztlich als strategischer Baustein zur Wettbewerbssicherung.

 

* Erfolg durch begrenzte Einsatzdauer! *

 

Konsequenterweise ist es so, dass der Erfolg dem Interim Manager den Auftrag sichert und nicht die Verträge mit dem Unternehmen. So ergeben sich für das Unternehmen und den Interim Manager eine interessante Möglichkeit der Zusammenarbeit mit vielfältigen Vorteilen und hohen Nutzen.

Beispielsweise gibt es viele Gründe warum sich ein Interim Manager und damit der Auftragnehmer sich bei der Auftragserfüllung überflüssig machen muss. Hierzu können Verlagerungen von Produktionseinheiten, organisatorische Veränderungen im Unternehmen, Aufbau von Nachwuchskräften, Wegfall von Produkten oder Geschäftsbereichen und vieles mehr gehören. Was auch immer der Grund sein mag, können derartige Aufgaben nur schlecht von den Betroffen selbst durchgeführt werden, sondern ausschließlich von jemandem der sich mit dem Aufgabenabschluss überflüssig macht, um sich anschließend wieder neuen Herausforderungen entsprechend seines Geschäftsmodells zu widmen. Das bedeutet aber auch, der Auftragserfolg ist die Beendigung der Zusammenarbeit, zumindest für dieses Projekt. Je besser und gründlicher die Aufgabenerfüllung erfolgt, desto erfolgreicher ist das Projekt und die Arbeit des Interim Managers.

Daraus ergibt sich für die Interim Manager unweigerlich die Notwendigkeit, sich selbst überflüssig zu machen, was somit eine seiner Kernaufgaben darstellt.

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